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Donnerstag, 15. Juni 2000; 18.00-20.30 Uhr
Körperliche und sexualisierte Gewalt gehört nach wie vor für viele Mädchen und Frauen in Deutschland zur traurigen Realität - nicht nur in der Öffentlichkeit oder am Arbeitsplatz, sondern insbesondere auch in der Partnerschaft und im familiären Umfeld. Empirischen Studien zufolge werden bis zu 25% aller Frauen und Mädchen Opfer von männlicher Gewalt, der größte Teil davon im häuslichen Bereich.
Gewalt definiert sich hierbei vielschichtig: im schlimmsten Fall von schwerer körperlicher Misshandlung und Vergewaltigung; im subtileren Fall, jedoch ebenfalls mit dauerhaften Auswirkungen auf Selbstwert- und Lebensgefühl der Betroffenen, als verbale oder physische Belästigung.
Noch immer ist es ein weiter Weg bis zu einer deutlichen Ächtung von Gewalt gegen Frauen in der Gesellschaft. Gerade im besonders sensiblen häuslichen Bereich ist der Gewalt gegen Frauen und Mädchen am schwierigsten beizukommen.
Das Gewaltgeschehen ist komplex und erfordert komplexe Antworten in Form eines Gesamtkonzeptes. Der Aktionsplan der Bundesregierung sowie der Gesetzesentwurf zum zivilrechtlichen Schutz bei Gewalttaten verstärken die rechtlichen Werkzeuge gegen häusliche Gewalt. Prävention von Gewalt und Aggressionen fängt in der familiären Erziehung an; Konzepte für täterorientierte Maßnahmen werden zunehmend umgesetzt; die Sensibilisierung in der Öffentlichkeit muss auch weiterhin vorangetrieben werden.
Wir möchten Sie/Euch herzlich einladen, im Rahmen einer Podiumsdiskussion/Talkshow mit Bundesfrauenministerin Dr. Christine Bergmann, der stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Ulla Schmidt sowie Expertinnen und Experten aus Berlin und Österreich * mehr über neue Wege der Bekämpfung häuslicher Gewalt zu erfahren * gemeinsam zu diskutieren zu entwickeln, wie unsere Gesellschaft häuslicher Gewalt gegen Mädchen und Frauen noch nachhaltiger beikommen kann.
Programm
Donnerstag, 15. Juni 2000, 18.00 - 20.30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Katja Meyer, Friedrich-Ebert-Stiftung
Podiumsrunde/Talkshow
Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen - Das Konzept der
Bundesregierung
Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin für
Familie, Senioren, Frauen
und Jugend
Zur besonderen Situation ausländischer Frauen
Ulla Schmidt, MdB, Stellv. Vorsitzende der
SPD-Bundestagsfraktion für die Bereiche Arbeit, Soziales, Frauen, Familie,
Senioren
Interventionsprojekte als Strategien gegen häusliche Gewalt in
Berlin
Patricia Schneider, Berliner Interventionsprojekt
gegen häusliche
Gewalt/BIG e.V.
Beratung für Männer gegen häusliche Gewalt
Martin Dubberke, Mannege
Das Gewaltschutzgesetz - Erfahrungen aus Österreich
Barbara Jauk, Interventionsstelle Steiermark
Moderation: Susann von Lojewski, Redakteurin "ML Mona Lisa", ZDF
Veranstaltungsort:
Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin
Großer Konferenzsaal
Hiroshimastraße 17
D-10785 Berlin-Tiergarten
Anmeldung:
(bitte bis zum 07. Juni 2000)
Per Post: Rückantwortkarte liegt bei
TELEFON: 030/26935-831
FAX: 030/26935-858
Fahrverbindungen:
Buslinie 129 bis Haltestelle Köbisstraße (Lützowufer)
Buslinie 129 bis Haltestelle Hildebrandtstraße (Reichpietschufer)
Buslinie 142 bis Haltestelle Philharmonie, ca. 10 Min. Fußweg
Buslinie 341, 187 bis Haltestelle Nordische Botschaften, ca. 10. Min. Fußweg
Parkmöglichkeiten stehen nur in sehr begrenzter Anzahl zur Verfügung.
© Juni 2000 die herforder